Über das Buch

Buchcover mit Brailleschrift

„Unmöglich. Aber machbar. Inklusion von sehbehinderten und blinden Schülern

Ein Buch von Antje Mönnig (M.A.) erschienen in der Deutschen Zentralbücherei für Blinde in Leipzig.

Inklusion ist in den Medien allgegenwärtig. Deutschland gehört zu den Unterzeichnern der UN-Behindertenrechtskonvention. Inklusion ist das Leitbild der UN-BRK. Im Dezember 2006 wurde die Konvention von der Generalversammlung der Vereinten Nationen verabschiedet. Ziel des Übereinkommens über die Rechte von Menschen mit Behinderung ist, ihnen die Teilhabe an allen gesellschaftlichen Prozessen zu garantieren – genau wie allen anderen Menschen. Deren Artikel 24 erkennt das Recht behinderter Menschen auf Bildung an. Aber wie sieht es vor unserer Haustür aus? Wird Inklusion tatsächlich gelebt?

Das 2014 mit dem Giebichenstein Designpreis ausgezeichnete Buch von Antje Mönnig (M.A.) befasst sich mit der aktuellen Schulsituation von sehbehinderten und blinden Schülern und stellt sich folgenden Fragen: Gibt es das gleichberechtigte Lernen von Schülern mit und ohne Behinderung? Was bedeutet es heute, eine Sehbehinderung zu haben oder blind zu sein? Was unterscheidet Inklusion von Integration?

Das Buch „Unmöglich. Aber machbar“ verbindet Faktenwissen um das Thema Nicht-Sehen und Inklusion mit Stimmen aus dem tatsächlichen Leben. Im Raum Halle-Leipzig traf die Autorin Menschen, die in verschiedener Weise mit dem Thema Inklusion in Verbindung stehen. Sieben Interviews bilden Momentaufnahmen, die persönlichen Geschichten werden durch Fakten untermauert. Antje Mönnig verweist anschaulich auf die Komplexität des Themas und will damit Anstöße für Fragen und Lösungen liefern.

Der Lesefluss wird durch Folien unterbrochen, die das Sichtfeld einschränken und so verschiedene Sehbehinderungen simulieren. Der Leser wird zum Betroffenen – ein erster Schritt um zu verstehen. Diesen Perspektivwechsel löst auch der schwarze, mit Braille-Schrift bedruckte Einband aus. Das Audiomaterial ermöglicht einen auditiven Zugang zum Inhalt des Buches und schafft gleichzeitig eine weitere Ebene der Wahrnehmung. „Unmöglich. Aber machbar“ soll für das Thema Inklusion sensibilisieren und eine Tür öffnen – um zu fühlen, zu erfahren und zu verstehen.

Antje Mönnig (M.A.) ist freischaffende Kommunikationsdesignerin und Master-Absolventin der Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle. Das Buch entstand als Abschlussarbeit im Masterstudiengang Editorial Design der Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle, betreut von Prof. Anna Berkenbusch und erscheint in der DZB in Leipzig.

 

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